IT-Service Fischer-Kassler
Inhaber: Sascha Fischer-Kassler
Alois-Geißler-Straße 8, Tür 3, 8580 Köflach, Österreich
Version 1.1 · Stand: 25. August 2026
Geltendes Recht: Österreich (insbesondere ABGB, KSchG, FAGG, UGB, UStG, ECG, GewO, DSGVO, DSG)
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, Angebote und Leistungen zwischen
Sascha Fischer-Kassler, Einzelunternehmen, Geschäftsbezeichnung IT-Service Fischer-Kassler, Alois-Geißler-Straße 8, Tür 3, 8580 Köflach, Österreich (im Folgenden Dienstleister),
und dem jeweiligen Vertragspartner (im Folgenden Kunde), unabhängig davon, ob der Kunde Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG oder Unternehmer im Sinne des § 1 UGB ist.
1.2. Das Leistungsangebot umfasst insbesondere:
- IT-Support für PCs, Laptops, Smartphones, Tablets, Drucker und Peripherie (Einrichtung, Fehlerbehebung, Softwareinstallation, WLAN-/Heimnetzwerk, Datensicherung);
- Vor-Ort-Leistungen im Bezirk Voitsberg sowie Fernwartung nach vorheriger Freigabe;
- Erstellung und technische Betreuung von Websites (insbesondere WordPress) auf der Domain des Kunden;
- Überlassung und Einrichtung der Programme Kassasystem (Lizenzvarianten Lite und RKSV-Vollversion, einschließlich optionaler Module) und WestTech-OfficeSuite / Kassensystem (lokale Windows-Büro- und Kassensoftware);
- Lieferung von Signaturhardware (A-Trust-Stick) sowie Einrichtung, Abnahme, Live-Update der Programmdateien und laufender Support im Zusammenhang mit diesen Programmen.
1.3. Nicht Gegenstand des Angebots sind IT-Sicherheitsberatungen, Penetrationstests, Security-Audits, die Stellung als Steuerberater, die Übernahme der finanzrechtlichen Betreiberpflichten einer Registrierkasse sowie die dauerhafte Übernahme der Datensicherungspflicht des Kunden, soweit nicht ausdrücklich und schriftlich etwas anderes vereinbart ist.
1.4. Diese AGB gelten in der zum Vertragsabschluss jeweils aktuellen Fassung. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsinhalt, es sei denn, der Dienstleister stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu. Auch wenn der Dienstleister in Kenntnis entgegenstehender Bedingungen leistet, liegt darin kein Anerkenntnis jener Bedingungen.
1.5. Für Verbraucher gelten zwingende Bestimmungen des KSchG und – bei Fernabsatz- oder Auswärtsgeschäften – des FAGG unberührt. Klauseln, die diesen Vorschriften widersprechen, sind gegenüber Verbrauchern unwirksam; der Vertrag bleibt im Übrigen bestehen.
2. Begriffsbestimmungen
2.1. Kassasystem bezeichnet die vom Dienstleister entwickelte lokale Windows-Kassensoftware in den Lizenzvarianten
- Lite (ohne RKSV-Belegsignatur, gebunden an einen Windows-PC), und
- RKSV-Vollversion (mit Belegsignatur über A-Trust, DEP-Export, gesetzlicher 48-Stunden-Regelung, gebunden an den A-Trust-Stick).
Optionale Module (gesondert zu lizenzieren) sind insbesondere Belegfluss und Mahnwesen, Steuerberater-Export, Warenwirtschaft mit Mobilscanner, Zeiterfassung sowie Termin- und Reparaturverwaltung.
2.2. WestTech-OfficeSuite / Kassensystem bezeichnet die lokale Windows-Anwendung zur Kassen- und Büroführung (einschließlich Belegerfassung), deren Datenbestände auf dem Gerät des Kunden gespeichert werden.
2.3. Programme meint Kassasystem und WestTech-OfficeSuite / Kassensystem gemeinsam.
2.4. Arbeitsplatz meint genau ein Windows-Gerät, auf dem die lizenzierte Programminstallation betrieben wird.
3. Angebote, Vertragsabschluss und Leistungsort
3.1. Angebote des Dienstleisters sind – soweit nicht ausdrücklich als verbindlich und befristet bezeichnet – freibleibend. Abbildungen, Leistungsbeschreibungen auf der Website itsfk.at und Preislisten sind unverbindlich, soweit sie nicht zum Inhalt eines konkreten Angebots gemacht werden.
3.2. Ein Vertrag kommt zustande durch
- schriftliche oder elektronische Annahme eines Angebots durch den Kunden, oder
- verbindliche Beauftragung (einschließlich Terminvereinbarung für einen Vor-Ort-Einsatz oder ausdrückliche Beauftragung per E-Mail, Telefon, WhatsApp oder Kontaktformular), und
- die darauf folgende Annahme durch den Dienstleister, die auch durch tatsächliche Leistungsaufnahme erfolgen kann.
3.3. Der Dienstleister betreibt das Unternehmen nebenberuflich. Eine ständige telefonische Erreichbarkeit während üblicher Geschäftszeiten wird nicht geschuldet. Anfragen per E-Mail, Kontaktformular oder WhatsApp werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden beantwortet. Diese Frist ist eine Zielvorgabe und kein verschuldensunabhängiges Erfolgsversprechen; gesetzliche Fristen (insbesondere FAGG) bleiben unberührt.
3.4. Vor-Ort-Leistungen werden grundsätzlich im Bezirk Voitsberg erbracht. Einsätze außerhalb dieses Gebiets bedürfen gesonderter Vereinbarung (Anfahrt, Zuschläge).
3.5. Fernwartung erfolgt nur nach ausdrücklicher Freigabe durch den Kunden im jeweiligen Einsatz (Freigabe des Fernzugriffs). Der Kunde kann den Zugriff jederzeit beenden.
4. Mitwirkungspflichten des Kunden; Datensicherung
4.1. Der Kunde stellt unentgeltlich alle für die Leistung erforderlichen Informationen, Zugänge, Geräte, Strom, Internetverbindung und – bei Software – Administratorrechte zur Verfügung. Verzögerungen wegen fehlender Mitwirkung gehen nicht zu Lasten des Dienstleisters.
4.2. Datensicherung (wesentlich): Vor Beginn jeder Support-, Reparatur-, Installations-, Update- oder Fernwartungsmaßnahme an einem Gerät ist der Kunde verpflichtet, eine vollständige und funktionsfähige Datensicherung aller relevanten Daten, Programme, Betriebssysteme und Konfigurationen herzustellen und deren Wiederherstellbarkeit zu prüfen. Der Dienstleister darf die Aufnahme der Arbeit von einem Nachweis oder einer schriftlichen Bestätigung dieser Sicherung abhängig machen.
4.3. Die Wiederherstellung von Daten gehört nicht zum Standardleistungsumfang, sofern sie nicht zuvor ausdrücklich und schriftlich beauftragt wurde. Eine beauftragte Wiederherstellung wird nach Aufwand verrechnet.
4.4. Der Dienstleister übernimmt keine Haftung für den Verlust, die Beschädigung oder die Unbrauchbarkeit von Daten, Programmen oder Konfigurationen, soweit der Schaden nicht auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Dienstleisters zurückzuführen ist. Gegenüber Verbrauchern bleibt die Haftung für Personenschäden sowie die gesetzliche Gewährleistung unberührt.
4.5. Bei den Programmen obliegt dem Kunden die laufende Datensicherung der lokalen Datenbank (einschließlich verschlüsselter Archive, soweit eingerichtet), die sichere Aufbewahrung des Master-Keys / der Schlüsseldatei und die Einhaltung der steuerlichen Aufbewahrungspflichten (insbesondere BAO).
5. Besonderer Hinweis: Garantie- und Gewährleistungsverlust bei Geräteöffnung
5.1. Der Kunde wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Öffnen von Geräten (insbesondere Laptops, PCs, Smartphones, Tablets, Druckern) zum Zweck der Reinigung, Diagnose, des Austauschs von Komponenten oder der Reparatur dazu führen kann, dass eine noch bestehende Herstellergarantie oder eine Gewährleistung Dritter erlischt oder eingeschränkt wird (u. a. durch Siegelbruch, Gehäuseöffnung oder nicht autorisierte Eingriffe).
5.2. Der Dienstleister weist vor einer solchen Öffnung darauf hin, soweit dies im konkreten Fall erkennbar und zumutbar ist. Mit der Beauftragung der Öffnung bestätigt der Kunde, diesen Hinweis zur Kenntnis genommen zu haben.
5.3. Der Dienstleister haftet nicht für den Verlust oder die Einschränkung von Garantie- oder Gewährleistungsansprüchen des Kunden gegenüber Hersteller, Verkäufer oder Vorlieferanten, die allein durch die – beauftragte – Öffnung oder den Eingriff eintreten. Gesetzliche Ansprüche des Kunden gegen den Dienstleister aus der von diesem selbst erbrachten Leistung bleiben unberührt.
5.4. Ersatzteile, die der Kunde selbst beistellt, werden ohne eigene Beschaffenheitsgarantie des Dienstleisters eingebaut; es gilt die Gewährleistung des jeweiligen Verkäufers, soweit vorhanden.
6. IT-Support und sonstige Dienstleistungen
6.1. Der Dienstleister erbringt die Leistungen nach den anerkannten Regeln der Technik mit der Sorgfalt eines ordentlichen IT-Dienstleisters. Soweit nicht ein bestimmter Erfolg ausdrücklich vereinbart ist, schuldet der Dienstleister die sorgfältige Bemühung (Dienstvertrag), nicht den Eintritt eines bestimmten wirtschaftlichen oder technischen Erfolgs.
6.2. Diagnoseergebnisse und Zeitaufwand können von der ersten Einschätzung abweichen. Wird ein vereinbarter Kostenrahmen voraussichtlich überschritten, informiert der Dienstleister den Kunden und setzt die Arbeit nur mit Zustimmung fort.
6.3. WLAN-, Router- und Providerleistungen Dritter liegen außerhalb der Einflusssphäre des Dienstleisters. Es wird kein bestimmter Durchsatz, keine ununterbrochene Verfügbarkeit und keine Absicherung gegen Angriffe Dritter geschuldet.
6.4. Website-Leistungen (WordPress) umfassen – soweit beauftragt – technische Einrichtung und Gestaltung. Inhalte, Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner und die Rechtmäßigkeit veröffentlichter Inhalte liegen beim Kunden als Betreiber der Website, soweit der Dienstleister nicht ausdrücklich mit der Erstellung konkreter Rechtstexte beauftragt wurde.
7. Programme – Lizenz, Nutzung, Laufzeit
7.1. An den Programmen räumt der Dienstleister dem Kunden ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht unterlizenzierbares und nicht übertragbares Nutzungsrecht für die vereinbarte Laufzeit und den vereinbarten Arbeitsplatz ein. Das Urheberrecht und alle sonstigen Schutzrechte verbleiben beim Dienstleister bzw. den jeweiligen Rechteinhabern. Eine Überlassung des Quellcodes erfolgt nicht.
7.2. Die Programme sind lokale Windows-Anwendungen. Personenbezogene und geschäftliche Daten des Kunden (und der Endkunden, Lieferanten und Beschäftigten des Kunden) werden auf dem Gerät des Kunden gespeichert. Der Dienstleister betreibt hierfür kein zentrales Cloud-Rechenzentrum und keine laufende Telemetrie. Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die in den Programmen von ihm gespeicherten Daten.
Optionale Module können im lokalen Netzwerk des Kunden einen HTTP-Dienst nur für Geräte im selben WLAN bereitstellen (Mobilscanner, Stempeluhr, Reparaturstatus). Es findet keine Übermittlung an Server des Dienstleisters statt. Der Kunde ist für WLAN-Zugang, PIN/Passwort, Geräte und die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung (insbesondere Beschäftigtendaten) verantwortlich.
7.3. Kassasystem Lite
- Laufzeit: 1 Jahr oder 5 Jahre, je nach erworbener Lizenz.
- Ein Arbeitsplatz, hardwaregebunden. Die Bindung erfolgt über eine Prüfsumme (SHA-256) aus hardwarebezogenen Kennungen (insbesondere Prozessor- und Mainboard-Kennung).
- Ohne A-Trust-Stick, ohne RKSV-Belegsignatur, ohne FinanzOnline-Anmeldung durch die Software.
- Nur für Betriebe, die nicht der Registrierkassenpflicht unterliegen. Die Prüfung dieser Voraussetzung obliegt dem Kunden (Steuerberatung). Der Dienstleister übernimmt keine steuerliche Rechtsberatung.
7.4. Kassasystem RKSV-Vollversion
- Laufzeit: 1 Jahr oder 5 Jahre, je nach erworbener Lizenz.
- Ein Arbeitsplatz. Belegsignatur über A-Trust (ZDA-ID AT1), Belegverkettung, DEP-Export, gesetzliche Offline-Regelung (Ersatzvermerk, Sperre von Live-Umsätzen nach 48 Stunden Ausfall der Sicherheitseinrichtung).
- Die Lizenz ist an den A-Trust-Stick gebunden (Prüfsumme der Chip-Kennung). Ein Stickwechsel begründet keinen Anspruch auf kostenfreie Neuausstellung; eine Umbindung erfolgt nach Identitätsprüfung gegen Aufwand, soweit technisch möglich.
- A-Trust-Stick, FinanzOnline-Registrierung der Kasse und der Sicherheitseinrichtung sowie die laufende Einhaltung der RKSV und der BAO sind Pflichten des Kunden als Betreiber der Registrierkasse. Der Dienstleister unterstützt bei der Einrichtung und Abnahme, soweit beauftragt; er wird nicht Betreiber und nicht steuerlicher Vertreter.
7.5. WestTech-OfficeSuite / Kassensystem wird als lokale Installation überlassen. Soweit eine Verschlüsselung der Datenbank (SQLCipher oder vergleichbar) vorgesehen ist, dient sie dem Schutz der lokalen Daten; der Kunde ist für Passwort, Schlüssel und Zugriffsberechtigte verantwortlich.
7.6. Der Kunde darf die Programme nicht reverse engineeren, dekompilieren oder bearbeiten, soweit nicht zwingendes Recht (§ 40d UrhG und vergleichbare Vorschriften) dies erlaubt. Vermietung, Rechenzentrumsbetrieb für Dritte, Mehrplatzbetrieb ohne gesonderte Lizenz und die Umgehung von Lizenz- oder Hardwarebindungen sind untersagt.
7.7. Ein Wechsel des PCs (Hardwaretausch) bei hardwaregebundener Lite-Lizenz oder ein Wechsel des A-Trust-Sticks bei der RKSV-Lizenz begründet keinen Anspruch auf kostenfreie Neuausstellung. Eine Umbindung kann der Dienstleister gegen Aufwand und nur nach Identitätsprüfung vornehmen, soweit technisch möglich.
7.8. Vor Ablauf erinnert die Software intern (und, soweit technisch eingerichtet, per Systemmail an den Dienstleister) an das Lizenzende. Die rechtzeitige Verlängerung ist Sache des Kunden. Nach Ablauf kann die Nutzung gesperrt werden.
7.9. Einrichtungs-, Abnahme- und Schulungsleistungen sind gesonderte Werk- bzw. Dienstleistungen und nicht in der reinen Lizenz enthalten, soweit nicht ein Paket ausdrücklich diese Positionen umfasst. Die 5-Jahres-RKSV-Vollversion kann eine Remote-Support-Pauschale im Fair-Use-Umfang enthalten; Missbrauch oder Leistungen außerhalb des Fair Use (insbesondere wiederholte Anfahrten, Datenrettung, Schulungen, Funktionserweiterungen, Modulnachrüstungen) werden gesondert verrechnet.
7.10. Module (Belegfluss/Mahnwesen, Steuerberater-Export, Warenwirtschaft, Zeiterfassung, Termin & Reparatur) sind gesonderte Lizenzpositionen und nur freigeschaltet, soweit ausdrücklich erworben. Nachrüstungen nach Aufwand (z. B. QR-Code auf jedem Kundenbon, fiskalisches Storno, Kartenzahlungsart ohne Terminal, EAN/Scanner, X-Bon) sind keine Lizenzbestandteile, sofern nicht schriftlich mitumfasst.
7.11. Live-Update spielt nur Programmdateien aus einem vom Kunden oder Dienstleister bereitgestellten lokalen Ordner ein. Datenbank, Schlüssel und Archive werden dabei nicht überschrieben. Ein automatischer Abruf aus dem Internet findet nicht statt.
7.12. Richtet der Kunde in den Programmen einen eigenen SMTP-Versand ein (Angebote, Rechnungen, Mahnungen, Abholbenachrichtigungen), ist er Verantwortlicher gegenüber seinem Mailanbieter (z. B. Gmail, Outlook, GMX, Web.de, Yahoo oder ein anderer Host). Der Dienstleister wird dadurch nicht Betreiber dieses Postfachs.
8. RKSV, FinanzOnline und steuerliche Verantwortung
8.1. Der Kunde bleibt allein verantwortlich für
- die Beurteilung, ob Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht bestehen;
- die Anmeldung in FinanzOnline;
- die Prüfung des Start-Nullbelegs mit der BMF-Belegcheck-App;
- die laufende Belegerteilung, die Behandlung von Ausfällen der Sicherheitseinrichtung und die Verständigung von Steuerberater/Finanzamt;
- DEP-Export, Datensicherung und Aufbewahrung nach BAO (grundsätzlich sieben Jahre, bei anhängigen Verfahren länger);
- den Einsatz optionaler Module (einschließlich Beschäftigtendaten in der Zeiterfassung und Fotos in der Reparaturverwaltung) sowie den Versand über den eigenen SMTP-Zugang.
8.2. Der Dienstleister haftet nicht für Abgabennachforderungen, Verspätungszuschläge, Finanzstrafen oder Schätzungen, die aus verspäteter, unterlassener oder unrichtiger Erfüllung dieser Betreiberpflichten entstehen, es sei denn, der Schaden wurde vom Dienstleister vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht.
8.3. Testdaten und Abnahmebelege sind als solche zu führen und nicht als echter Umsatz zu behandeln. Der Kunde hat Schulungs- und Echtbetrieb zu trennen.
9. Preise, Rechnung, Zahlung
9.1. Es gelten die im konkreten Angebot oder der Auftragsbestätigung genannten Preise. Katalog- und Websitepreise können sich ändern; maßgeblich ist der bei Vertragsschluss vereinbarte Preis.
9.2. Soweit der Dienstleister die Kleinunternehmerregelung gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG in Anspruch nimmt, erfolgt die Rechnungslegung ohne Umsatzsteuer mit dem gesetzlichen Hinweis. Andernfalls verstehen sich Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich als Bruttobetrag ausgewiesen.
9.3. Rechnungen sind – soweit nicht anders vereinbart – binnen 14 Tagen ab Zugang ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Vor-Ort-Leistungen an Verbraucher kann Barzahlung nach Leistungserbringung verlangt werden. Softwarelizenzen und Hardware können vorab in Rechnung gestellt werden.
9.4. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Gegenüber Unternehmern bleibt § 456 UGB unberührt. Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.
9.5. Bis zur vollständigen Zahlung behält sich der Dienstleister das Eigentum an gelieferter Hardware vor. Nutzungsrechte an Software stehen unter der aufschiebenden Bedingung vollständiger Zahlung, soweit gesetzlich zulässig; gegenüber Verbrauchern gilt dies nur, soweit die Zurückbehaltung nicht unverhältnismäßig ist.
10. Gewährleistung
10.1. Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen. Gegenüber Verbrauchern insbesondere §§ 922 ff. ABGB in der jeweils geltenden Fassung. Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist ein Jahr ab Ablieferung; die Vermutungsregel des § 924 ABGB wird gegenüber Unternehmern abbedungen.
10.2. Bei Software besteht Gewährleistung dafür, dass das Programm bei vertragsgemäßer Nutzung die vereinbarten Funktionen im Wesentlichen erbringt. Unerhebliche Abweichungen, Störungen durch unsachgemäße Bedienung, Drittsoftware, Betriebssystemupdates, Hardwaredefekte, fehlenden A-Trust-Stick oder fehlende Mitwirkung begründen keinen Mangel.
10.3. Der Kunde hat Mängel unverzüglich und nachvollziehbar zu rügen (gegenüber Unternehmern gilt § 377 UGB).
10.4. Nacherfüllung erfolgt nach Wahl des Dienstleisters durch Verbesserung oder Austausch, soweit zumutbar. Mehrere Nachbesserungsversuche sind zulässig, soweit dies den Kunden nicht unangemessen belastet.
11. Haftung
11.1. Der Dienstleister haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
11.2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Dienstleister – außer in den Fällen von 11.1 – nicht für bloße Vermögensschäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust (vorbehaltlich Punkt 4), Folgeschäden und Schäden aus Ansprüchen Dritter. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Beschränkung nicht für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); in diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
11.3. Gegenüber Unternehmern ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Soweit eine Haftung gleichwohl besteht, ist sie der Höhe nach auf das für den konkreten Auftrag vereinbarte Nettoentgelt, höchstens jedoch auf EUR 2.000,00 je Schadensfall begrenzt.
11.4. Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht, soweit zwingend gehaftet wird (z. B. nach PHG) oder soweit der Dienstleister einen Mangel arglistig verschwiegen hat.
12. Widerrufsrecht für Verbraucher (FAGG)
12.1. Ist der Kunde Verbraucher und kommt der Vertrag als Fernabsatzvertrag oder außerhalb von Geschäftsräumen zustande, steht ihm – vorbehaltlich der gesetzlichen Ausnahmen – ein Widerrufsrecht gemäß FAGG zu.
12.2. Widerrufsbelehrung
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses (bei Dienstleistungen) bzw. ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben (bei Warenlieferungen).
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
IT-Service Fischer-Kassler
Inhaber Sascha Fischer-Kassler
Alois-Geißler-Straße 8, Tür 3, 8580 Köflach
E-Mail: itsfk.support@gmail.com
Telefon: +43 681 846 307 04
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Bei Waren tragen Sie die unmittelbaren Kosten der Rücksendung.
12.3. Ausnahmen (insbesondere): Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig bei Dienstleistungen, wenn der Dienstleister die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu ausdrücklich zugestimmt und gleichzeitig bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert (§ 18 Abs. 1 Z 1 FAGG).
Bei der Überlassung digitaler Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden (Softwarelizenz / Download / Aktivierung), erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Dienstleister mit der Vertragserfüllung begonnen hat, der Verbraucher dem Beginn ausdrücklich zugestimmt und bestätigt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert (§ 18 Abs. 1 Z 11 FAGG).
Kein Widerrufsrecht besteht u. a. bei Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind, sowie bei versiegelter Ware, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder aus Hygienegründen nicht zur Rückgabe geeignet ist, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (§ 18 FAGG). Ein einmal persönlich zugeteiltes und aktiviertes Signaturzertifikat kann in der Regel nicht zurückgesetzt werden; insoweit kann ein Widerruf nach Aktivierung ausgeschlossen sein.
12.4. Das Muster-Widerrufsformular ist Anhang A dieser AGB.
13. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
13.1. Der Dienstleister verarbeitet personenbezogene Daten nach der Datenschutzerklärung (Art. 13 DSGVO), die unter https://itsfk.at und in Textform zur Verfügung gestellt wird.
13.2. Soweit der Dienstleister im Rahmen von Support, Fernwartung, Einrichtung, Wartung, Update oder Datensicherung auf personenbezogene Daten zugreift, für die der Kunde Verantwortlicher ist (insbesondere Daten in den Programmen, auf PCs, Smartphones oder in E-Mail-Postfächern des Kunden), handelt der Dienstleister als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Es gilt die gesonderte Vereinbarung über die Auftragsverarbeitung (AVV). Die AVV wird einmal je Kunde für die Dauer der Geschäftsbeziehung geschlossen und gilt dann für alle späteren Einsätze bei diesem Kunden, ohne dass jeder Folgeauftrag neu unterzeichnet werden muss. Eine neue oder ergänzte AVV ist nur bei einem neuen Kunden, bei wesentlicher Änderung der Verarbeitung oder nach Ende der alten Vereinbarung erforderlich.
13.3. Der Kunde sichert zu, dass er für die in seinen Systemen verarbeiteten Daten eine Rechtsgrundlage hat und betroffene Personen informiert, soweit gesetzlich erforderlich.
14. Geheimhaltung
Beide Parteien behandeln nicht öffentlich bekannte Informationen der anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur zur Vertragserfüllung. Gesetzliche Auskunftspflichten bleiben unberührt. Die Vertraulichkeit gilt auch nach Vertragsende fort.
15. Höhere Gewalt
Leistungsstörungen durch höhere Gewalt, insbesondere Naturereignisse, Pandemien, Strom- oder Internetausfälle, Streiks, behördliche Anordnungen oder Ausfälle von A-Trust, FinanzOnline, Hosting- oder E-Mail-Providern, berechtigen zum Aufschub um die Dauer der Störung zuzüglich angemessener Wiederanlaufzeit. Dauert die Störung ununterbrochen länger als 60 Tage, kann jede Partei den betroffenen Leistungsteil aus wichtigem Grund beenden. Bereits erbrachte Leistungen sind zu vergüten.
16. Änderung der AGB
Der Dienstleister kann diese AGB ändern, soweit das Hauptleistungsversprechen nicht einseitig zum Nachteil des Kunden umgestaltet wird und die Änderung dem Kunden zumutbar ist (z. B. gesetzliche Anpassungen, neue Leistungen). Die geänderte Fassung wird dem Kunden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen, gelten die neuen AGB als angenommen; darauf wird in der Mitteilung besonders hingewiesen. Für Verbraucher gilt dies nur, soweit gesetzlich zulässig. Auf bereits vollständig abgewickelte Verträge wirken Änderungen nicht zurück.
17. Schlussbestimmungen
17.1. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern mit Wohnsitz in einem anderen EU-Staat bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt, soweit sie nach Art. 6 Rom-I-VO anwendbar sind.
17.2. Erfüllungsort ist Köflach.
17.3. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten mit Unternehmern ist das sachlich zuständige Gericht in Graz. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände (§ 14 KSchG).
17.4. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung; soweit zulässig, eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
17.5. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Schriftform, soweit nicht gesetzlich eine mildere Form genügt. Dies gilt nicht für den Vertragsschluss mit Verbrauchern.
Anhang A – Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An
IT-Service Fischer-Kassler
Inhaber Sascha Fischer-Kassler
Alois-Geißler-Straße 8, Tür 3
8580 Köflach
E-Mail: itsfk.support@gmail.com
Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren () / die Erbringung der folgenden Dienstleistung ()
Bestellt am () / erhalten am ()
Name des/der Verbraucher(s)
Anschrift des/der Verbraucher(s)
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
Datum
(*) Unzutreffendes streichen.